Änderung Position Schornstein, ggf. Schronsteinsystem

Die Herausforderung besteht in diesem Fall einerseits in der Kurzfristigkeit der Änderung, aber auch in der Zusammenarbeit zwischen unserem Kaminbauer und dem Bauunternehmen der EKB Massivhaus.

Ein wunderbares Beispiel dafür, wie die Realität im Zuge der Detailplanung den ursprünglichen Wunsch pulverisiert. In den ersten Planungen zum Thema Kamin war klar, es soll ein drei-seitiger Kamin werden, der als eine Art Raumteiler fungiert. Schön präsent in der Mitte des Raumes mit etwas Sichtschutzfunktion von der Couch in Richtung Küche. Perfekt!

Der erste Wermutstropfen kam noch vor Vertragsabschluss: Der Schornstein musste ein Stückchen nach rechts verrückt werden, damit er im OG nicht mitten im Flur steht. Mein erster Gedanke war: „kein Problem, die kleine Distanz zwischen Kamin und Schornstein werden wir schon irgendwie unscheinbar überbrückt bekommen.

Links Planungsstand 02.12.2018 / Rechts Vertragsplan

Der erste Besuch beim Kaminbauer Engel in Leverkusen hörte sich noch gut an. Schnell wurde auf dem Papier ein Entwurf gezeichnet, wie man das Problem elegant gelöst bekommt. In meinem 3D-Model umgesetzt sah es schlußendlich nicht mehr so elegant aus, sondern eher globig. Ein weiteres Gespräch mit dem hiesigen Schornsteinfeger, ob man das s.g. Rauchrohr nicht erst in der 30cm dicken EG Decke links rüber in den Schornstein führen könnte, der dann halt erst im OG beginnen würde, war nicht erfolgreich. Die Vorgehensweise sei nicht zulässig.

Also musste Plan B her. Der Schornstein musste nach links in die Zimmerecke und ausgewählt wurd eine zwei-seitiger Kamin mit einer dazu wesentlich geringeren Heizleistung, was uns wärmsten (Wortwitz) von allen Beteiligten empfohlen wurde. Moderne Häuser sind mittlerweile derart dicht und isoliert gebaut, dass ein befeuerter Kamin schnell zu einer Übersitzung der Räumlichkeiten führen kann.

Und da die Möglichkeiten in der virtuellen Welt unbegrenzt sind, entstand nachfolgende Darstellung eines Kamins unter dem Schornstein. Theoretisch umsetzbar, aber um einiges aufwendiger als ein gemauerter Kamin. Während die Urlaubsvertretung von Herrn Engel aus Leverkusen am Telefon wenig enthusiastisch klag, ratterte Herr Dörrenberg von Lenz & Dörrenberg aus Köln die komplette Umsetzung unter Berücksichtigung der Nutzung des dahinterliegenden Abstellraums gut verständlich runter und sprach auch die o.g. Herausforderung an: Die Zusammenarbeit mit dem Rohbauer. Vertraglich soll dieser nämlich einen gemauerten Schornstein erstellen, der in diesem Fall aber nicht benötigt wird, da man hier mit einem doppelwandigen Edelstahlrohr arbeiten muss. Herr Dörrenberg sagte direkt, dass er dem Rohbauer demnach genau erklären würde, wie der Kamin aufgebaut werden muss und zur Not sogar in der Lage wäre, diese Tätigkeiten auch zu übernehmen („…auch wenn die nicht scharf drauf wären“).

04.10.2019: Aktuell warten wir auf einen Rückruf von Herrn Dörrenberg, der eine Detailplannung aufsetzt und ein Angebot formuliert.

26.11.2019: Heute hatten wir ein sehr konstruktives Gespräch im Bauwagen des Rohbauers. Der Bauleiter, der Chef der Rohbaufirma und meine Wenigkeit sprachen div. Grundrissänderungen durch, u.a. auch die Verschiebung der Kaminposition, sowie die Aufhängung des Kamins in der Decke. Wenn man bedenkt, dass der Rohbauer diese sehr sonderbare Konstruktion noch nie gesehen hat und über keinerlei Erfahrungswerte hinsichtlich dieser verfügt, stand er dem Vorhaben erstaunlich aufgeschlossen gegenüber. Nach einem kurzen Gespräch stand die Vereinbarung: Ich beschaffe die Deckendurchführungshülse und montiere diese auch, der Rohbauer mauert den Kamin dort hinein.

05.12.2019: Heute habe ich die aktualisierten Pläne erhalten. Die Verschiebung wurde eingezeichnet. Kosten für die Planänderung wurden nicht an mich weitergereicht, klasse!