Zwerggiebel um ca. 90cm breiter

Was für eine Geschichte…

Im Nachbarort hat die EKB eine Stadtvilla fertiggestellt, die mehr oder minder das gleiche Dach hat wie wir geplant haben. Da ich klare Vorstellungen von dem Traufenkasten habe, fuhr ich dort hin um mir ein Bild davon zu machen, wie es bei uns wohl später aussehen wird.

Dabei fiel mir deren Zwerggiebel ins Auge. Das weiß verputze Haus verfügt über einen ca. 3 m breiten grauen horizontalen Streifen und der Giebel ist ein Stück breiter als dieser Streifen, so dass es nicht so gestrickt aussieht. Als ich dann in unsere Pläne schaute stellte ich fest, dass unser Giebel bündig mit dem Übergang des weißen Putz zu den Riemchen war.

Also kontaktierte ich unseren Bauleiter und bat ihn den Zimmermann zu fragen, ob es noch möglich sei, die Breite des Giebels zu vergößern, schließlich sollte der Dachstuhl in einer Woche gesetzt werden. Einer der wenigen Momente, wo ich ein leicht schlechtes Gewissen bekam, da mir dies ja auch etwas früher hätte auffallen können und ich jetzt die EKB in einer Feuerwehraktion aufscheuchte. Aber, Hut ab, ich bekam prompt die Rückmeldung, dass dies noch ginge, der Zimmermann jedoch das Holz bereits abgelängt hätte und er für 500 Euro netto neues Holz ordern und bearbeiten müsse. Darüber hinaus gewehrte mir die EKB die Änderung direkt mit dem Zimmermann abzurechnen, was ich auch toll fand.
Ich stimmte dem zu und war froh, dass die Änderung noch möglich war. Als ich mich dann vor Ort mit dem Zimmermann traf, um die Traufenschalung zu besprechen, fragte ich Ihn nach unserem ausführlichen Gespräch, wann er denn hier loslegen würde. Er antwortete darauf, dass er das Holz für den Dachstuhl am Montag geliefert bekommt und es dann zuschneidet, so dass er am Dienstag anfangen könnte. Ich dachte mir nur „auch das angeblich bereits zu kurz geschnittene Holz für den Giebel, dass mich nun 500 Euro Aufpreis kosten soll?“ 😀
Ich sprach es nicht an und am Ende kam er mir noch preislich ein großes Stück entgegen, so waren wir zum Schluß beide froh!